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Der Garten von Familie Wilken in Bakendorf

Vorweg: Ich selbst habe diesen herrlichen Graten bereits mehrfach besucht. Die Hingabe der Gartenbesitzer ist überall zu spüren. Alles ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, durch diesen Garten spazieren zu dürfen. In Kürze folgt eine kleine Bildergalerie.

Familie Wilken aus Bakendorf stellt ihren Garten vor:

“Ein botanischer Garten mit Stil. Der Garten – um das “Haus Botanica” der Familie Wilken in Bakendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Gammelin im Landkreis Ludwigslust.

Der Name macht nicht nur dem Garten sondern auch dem Haus alle Ehre. Die Möbel sind größtenteils selbst entworfen, selbst gebaut, selbst bemalt. Und das oft in Anlehnung an den Jugendstil mit vielen floralen Motiven, in farbenfrohen Farben und mit üppigen Details. “Wir mögen schöne Dinge, haben ganz viele Ideen und oft denselben Geschmack, sagt Mathilde Wilken”. “Ob wir verreisen, über Land fahren oder eine Gartenmesse besuchen, wir lassen uns anregen und setzen es daheim um”, ergänzt Erwin Wilken. Wer sich kreativ so austobt, hat keine Langeweile. Ferngesehen wird ohnehin kaum und so haben die Wilkens das 1992 erworbene 4600 Quadratmeter große Grundstück in den letzten Jahren zu einem sehr eigenen Kleinod geformt. Schwer zu sagen, ob das Haus oder der Garten in den letzten Jahren eine größere Wandlung durchgemacht haben. Das einst graugeputzte heruntergekommene Haus beherbergt heute die sechsköpfige Familie Wilken, eine Mietfamilie und bei Bedarf zwei Ferienfamilien. Vieles verrät die Liebe zum Detail, die Sorgfalt im Einzelnen. Der Garten wiederum war anfangs nur Brachland mit lediglich drei großen Bäumen und ist heute ein romantisches Refugium, in dem viele botanische Kostbarkeiten entdeckt werden können. 420 verschiedene Arten u. Sorten von Gehölzen haben die Wilkens in den letzten Jahren in Bakendorf gepflanzt. Raritäten werden oft in eigens dafür arrangierten abgeschlossenen Gartenzimmern in Szene gesetzt. Es gibt mehrere Freisitze. Manches, wie die Goldregenallee des Monet Hauses im fanzösischen Giverny haben die Wilkens kopiert, anderes, wie den zu den antiken Säulen führenden Blutpflaumenweg selbst erdacht. “Wir wollten einen nicht sofort einsehbaren Garten haben, wollten ihn aufteilen in verschiedene Gartenräume, die durch Sichtachsen miteinander vernetzt sind”, erzählt Mathilde Wilken. Wer auf Entdeckung geht und den Gartenwegen folgt, stellt außerdem fest: Auch in ihrem grünen Refugium zeigen die Wilkens ihren Mut zum Interieur. Vor dem Haus beispielsweise hat Erwin Wilken Ziegel-Bänke gebaut, die eher prächtigen Thronen gleichen. Und die von Blauregen überwachsene Terrasse – der Lieblingsplatz des Hausherrn – beleuchtet eineselbst entworfene natürlich florale Lampe. “Das könnt= ihr doch schon mal anderen zeigen”, haben Mathilde und Erwin Wilken in den letzten Jahren schon öfters von Freunden und Bekannten gehört. Und weil die gebürtigen Ostfriesen sich gern engagieren und z.B. die englische Gartenkultur schätzen, zu der ganz selbstverständlich auch offene Gartenpforten gehören, laden sie mittlerweile auch selbst in ihren Garten ein. Ein Schild an der Straße fordert zum eintreten, schauen und Tee trinken auf. “Die Hemmschwelle bei den Leuten ist nicht mehr so groß wie am Anfang”, berichtet Mathilde Wilken. Ganz anders, als sie 2005 erstmals zu einem Tag der offenen Gartenpforte einluden. 300 Besucher kamen nach Bakendorf, einige sogar aus Hannover. Der Andrang hat die Wilkens nicht verschreckt. Im Gegenteil. Die Familie hat Kuchen gebacken. Die Kinder übernahmen den Ausschank von Kaffee und Tee, Wein und Sekt. Und selbst in den zahlreichen Gartenbüchern der Wilkens durften die Besucher schnökern. “Wir haben an diesem Tag ganz viel Zuspruch erfahren und das ermutigt uns, jedes Jahr wieder in unseren Garten einzuladen”, betont Mathilde Wilken. Mittlerweile hat die jährliche Besucherzahl die 500-Grenze überschritten. Damit die Gäste auch Neues betrachten können, gibt es immer wieder Baustellen, auf denen die Ideen umgesetzt werden. So entstand eine große Steinbank, deren Mosaik Erinnerungen an Hundertwasser wachruft. Viele Projekte warten noch auf ihre Verwirklichung.” Mittlerweile ist der Garten der Familie Wilken sehr bekannt. So fand er auch Aufnahme in das Buch “Offene Gärten in Mecklenburg”, in dem er ausführlich beschrieben wird.

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